Der deutsch-französische Austausch am Hellenstein-Gymnasium lebt vom gegenseitigen Besuch. Bereits Anfang Dezember durften die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 ihre französischen Austauschpartnerinnen und -partner aus Douarnenez in Heidenheim begrüßen. Für die Gäste aus der Bretagne war die vorweihnachtliche Stimmung in Deutschland ein ganz besonderes Erlebnis, das sie sichtlich genossen. Weihnachtsmärkte, festlich geschmückte Innenstädte und die adventliche Atmosphäre hinterließen bei ihnen bleibende Eindrücke. Während ihres Aufenthalts lernten sie den deutschen Schulalltag kennen und unternahmen gemeinsam mit ihren Gastgeberinnen und Gastgebern abwechslungsreiche Ausflüge. Auf dem Programm standen unter anderem ein Ausflug an den Bodensee, die Besichtigung des Ulmer Münsters, ein Besuch des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart sowie des Steiff Museums in Giengen. So lernten die französischen Gäste die Region und ihre kulturellen Besonderheiten auf vielfältige Weise kennen.
Im Juni folgte schließlich der Gegenbesuch in der Bretagne. Zehn Tage lang hieß es für die Schülerinnen und Schüler des Hellenstein-Gymnasiums: Bienvenue en Bretagne! Gemeinsam mit ihren Austauschpartnerinnen und -partnern verbrachten sie unvergessliche Tage in Douarnenez an der bretonischen Atlantikküste. Auf dem Programm standen nicht nur beeindruckende Ausflüge, sondern vor allem das Leben in den Gastfamilien und das tägliche Miteinander – die beste Gelegenheit, Sprache und Kultur hautnah zu erleben.
Bereits der erste Schultag vermittelte einen authentischen Einblick in den französischen Schulalltag. Nach einem gemeinsamen Frühstück besuchten die deutschen Jugendlichen den Unterricht ihrer Austauschpartnerinnen und -partner. Workshops zu bretonischen Tänzen, Musik und Sprache machten deutlich, wie eng regionale Traditionen bis heute mit dem Leben in der Bretagne verbunden sind. Schnell wurde klar: Französisch lernt man am besten, wenn man es im Alltag spricht – sei es in der Schule, in der Gastfamilie oder beim gemeinsamen Mittagessen in der Mensa.
Auch außerhalb des Klassenzimmers warteten zahlreiche Höhepunkte. Die Gruppe erkundete die historische Altstadt von Concarneau, wanderte entlang der spektakulären Steilküste zur Pointe du Millier und genoss ein Picknick an der Baie des Trépassés. Ein weiteres Ziel war die berühmte Pointe du Raz, deren beeindruckende Felsen lange in Erinnerung bleiben werden.
Für viel Begeisterung sorgte außerdem das abwechslungsreiche Freizeitprogramm. Bei einer Podcast-Aufnahme stellten sich die deutschen und französischen Jugendlichen gegenseitig kniffligen Zungenbrechern in der jeweils anderen Sprache – eine ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Erfahrung. Ein besonderes Abenteuer war das Strandsegeln an der bretonischen Küste, bei dem Wind und Geschwindigkeit für jede Menge Spaß sorgten. Einen weiteren Höhepunkt bildete der gemeinsame Ausflug mit den französischen Austauschpartnerinnen und -partnern zum Leuchtturm von Eckmühl, gefolgt von einem Surfkurs an der Atlantikküste und dem Besuch des Fischerhafens von Guilvinec.
Mindestens ebenso wichtig wie das offizielle Programm waren jedoch die vielen kleinen Begegnungen im Alltag. Das Wochenende verbrachten die Schülerinnen und Schüler in ihren Gastfamilien. Dabei entstanden neue Freundschaften, Sprachbarrieren wurden überwunden und viele erlebten, wie ähnlich sich Jugendliche verschiedener Länder trotz unterschiedlicher Kulturen sind.
Zum Abschluss der Reise besuchte die Gruppe auf der Heimfahrt den berühmten Mont-Saint-Michel, dessen beeindruckende Klosteranlage den Austausch mit einem weiteren kulturellen Höhepunkt abrundete. Der Abschied von den Gastfamilien fiel vielen schwer – ein deutliches Zeichen dafür, wie eng die Beziehungen in nur wenigen Tagen geworden waren.
Der Austausch mit unserer Partnerschule in Douarnenez zeigte einmal mehr, wie wertvoll internationale Begegnungen für junge Menschen sind. Sie stärken nicht nur die Sprachkompetenz, sondern fördern Offenheit, Selbstständigkeit und interkulturelles Verständnis. Dass aus einem Besuch in der Adventszeit und einem Gegenbesuch im Sommer echte Freundschaften entstehen können, machte dieser Austausch auf eindrucksvolle Weise deutlich.
Die SuS der Klassenstufe 8
