Mit der offiziellen Anerkennung als UNESCO-Projektschule erreicht das Hellenstein-Gymnasium in diesem Schuljahr einen besonderen Meilenstein. Die feierliche Übergabe der UNESCO-Urkunde im Oktober bildet den Höhepunkt einer Entwicklung, die von großem Engagement der Schulgemeinschaft geprägt ist. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie zahlreiche Partner haben in den vergangenen Jahren gemeinsam gezeigt, dass die Werte der UNESCO – Frieden, Menschenrechte, nachhaltige Entwicklung und internationale Verständigung – am Hellenstein-Gymnasium nicht nur vermittelt, sondern aktiv gelebt werden. Die Anerkennungsfeier wird deshalb bewusst von den Schülerinnen und Schülern gestaltet: Musikalische Beiträge, ein neu entstandener Imagefilm, Videogrüße der indischen Partnerschule sowie Präsentationen aus den Bereichen Hackathon, Science und Erasmus+ machen sichtbar, wie vielfältig das UNESCO-Profil der Schule inzwischen geworden ist. Grußworte aus Politik, Schulverwaltung und Stadt unterstreichen die Bedeutung dieser Auszeichnung für die gesamte Region.
Dass die Auszeichnung kein Schlusspunkt, sondern vielmehr Ansporn für die weitere Arbeit ist, zeigte bereits der diesjährige UNESCO-Projekttag unter dem Motto „Grenzen überwinden“. Nach einer gemeinsamen Schulversammlung beschäftigten sich alle Jahrgangsstufen auf ganz unterschiedliche Weise mit den vielfältigen Facetten dieses Themas.
Die jüngeren Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 überwanden beim Spendenparcours sportliche Herausforderungen und sammelten gleichzeitig Geld für das indische Patenkind Shivani Kumari. Die Klassenstufe 7 setzte sich im Workshop „Peace Counts“ mit Menschen auseinander, die sich weltweit für Frieden einsetzen, und reflektierte eigene Erfahrungen beim Überwinden persönlicher Grenzen.
Für die Achtklässler standen internationale Erfahrungen im Mittelpunkt. Ausgehend von Austauschfahrten nach Frankreich und England entstanden kreative Poster darüber, wie Begegnungen mit anderen Kulturen den eigenen Horizont erweitern und Mut machen, neue Wege zu gehen.
Besonders eindrucksvoll erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 das Motto in der Praxis: Bei einem Workshop zur Show- und Luftakrobatik waren Teamgeist, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung gefragt. Die Klassenstufe 10 und die Jahrgangsstufe 1 wiederum beschäftigten sich gemeinsam mit Prof. Dr. Bärbel Amerein (DHBW) mit dem Thema „(Alltags-)Sexismus im Netz und auf der Straße – Grenzen erkennen und überwinden“. In Vortrag, Diskussion und Reflexion entwickelten die Jugendlichen Strategien für einen respektvollen und verantwortungsbewussten Umgang miteinander.
Auch über den Schulalltag hinaus engagiert sich das Hellenstein-Gymnasium intensiv im UNESCO-Netzwerk. Schülerinnen und Schüler nahmen am landesweiten UNESCO-Seminar in Bad Urach teil, bei dem politische Bildung, demokratische Mitbestimmung und die Vorbereitung des Projekttags 2026 im Mittelpunkt standen. Darüber hinaus war das Hellenstein-Gymnasium Gastgeber des Regionaltreffens der UNESCO-Projektschulen, bei dem sich Lehrkräfte und Koordinatorinnen und Koordinatoren aus der Region rund um Stuttgart über ihre Projekte austauschten und die Schule als engagierten Teil des Netzwerks kennenlernen konnten.
Die UNESCO-Anerkennung würdigt somit nicht ein einzelnes Projekt, sondern eine Haltung. Sie steht für eine Schule, die Verantwortung übernimmt, internationale Begegnungen fördert und jungen Menschen vermittelt, dass Frieden, Demokratie und Nachhaltigkeit im täglichen Miteinander beginnen. Die feierliche Urkundenübergabe macht diesen Weg sichtbar – und markiert zugleich den Start in ein neues Kapitel als anerkannte UNESCO-Projektschule.
Sandra Ungar






