Klimaschutz aktiv: Eichelhähertische für den Mittelwald bei Nattheim

Mit Hammer, Holz und einer Idee für den Klimaschutz haben neun Schüler*innen der Klassenstufen acht bis zehn der Projektgruppe „Zukunftswerkstatt“ des Hellenstein-Gymnasiums ein besonderes Naturschutzprojekt umgesetzt. Anfang des Jahres bauten sie vier sogenannte Eichelhähertische, die nun in einem Waldgebiet bei Nattheim stehen.

Ende Februar wurden die etwa 40 mal 40 Zentimeter großen Holztische gemeinsam mit Försterin Katja Faul von ForstBW im Wald angebracht. Die Idee für das Projekt stammt von der Försterin selbst: Die Tische sollen den Eichelhäher unterstützen – einen Vogel, der eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Eicheln spielt.

Der Eichelhäher sammelt Eicheln und versteckt sie als Nahrungsvorrat im Boden. Viele dieser Verstecke werden später nicht wiedergefunden – und genau daraus können neue Eichen wachsen. Mit den Futtertischen soll sichergestellt werden, dass die Vögel genügend Nahrung finden und weiterhin zur Verbreitung der Samen beitragen.

Während einer gemeinsamen Begehung des Waldgebiets erhielten die Schüler*innen außerdem Einblicke in den sogenannten Mittelwald, eine an frühere Waldformen angelehnte Bewirtschaftungsform. Auch über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald sowie über verschiedene Baumarten erfuhren die Jugendlichen mehr.

Die Eichelhähertische sollen künftig regelmäßig von Schulklassen oder Austauschgruppen besucht und mit Eicheln bestückt werden. Die Projektgruppe „Zukunftswerkstatt“ möchte diese Aktionen begleiten und gleichzeitig über die Bedeutung des Projekts informieren.

Für die Schüler*innen ist das Projekt auch ein Beitrag zum eigenen Klimaschutzengagement. Mit dem Bau der Tische wollen sie ihren „Handabdruck“ vergrößern – also aktiv etwas Positives für Umwelt und Klima bewirken.

Gerade Eichen gelten als vergleichsweise klimaresistent und könnten in zukünftigen Wäldern eine wichtige Rolle spielen. Indem der Eichelhäher bei der Verbreitung der Samen unterstützt wird, leistet das Projekt einen kleinen, aber nachhaltigen Beitrag zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel und zum Erhalt der Biodiversität.

Trixi Thomas, Hellenstein-Gymnasium

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